Beginn der Erasmusschlacht

Veröffentlicht auf von Marion

«Grenoble. Zwischen Himmel und Erde.»

- 20 Tage bis Grenoble


Der Papierkrieg

Und das ist nur der Anfang...


Dezember 2007:


Mehr als ein Jahr vor dem eigentlichen Auslandssemester lief bereits die hochschulinterne Bewerbung, bei der Studenten höherer Semester den Vorzug für eine unserer Partneruniversitäten bekamen. Da die englischsprachigen Universitäten jedoch deutlich beliebter sind, bekam ich schon im ersten Semester die Zusage für Grenoble 2009.


Bis Herbst 2008:

Die Betreuerin der ausländischen Studenten der Université Stendhal in Grenoble hat immer wieder Mails an die kommenden Studenten verschickt, die verschiedene Formulare und Informationen (zum Wohngeld etc.) enthielten. Flo, Chris (die mit mir nach Grenoble fahren) und ich fanden die Fristen für die Formulare seltsam. Wir beschlossen, dass diese Fristen nicht für uns gelten, sondern für die anderen Studenten, die im Sommersemester gegangen sind.


Herbst und Winter 2008:

Eventuell lagen wir nicht ganz richtig.

Wir warteten...
und warteten...
auf die Formulare für einen Platz im Studentenwohnheim. Bis Flo die Betreuerin anschrieb und die uns antwortete, wir hätten noch 10 Tage Zeit, die Formulare auszufüllen und ihr zurückzuschicken. Also musste alles ganz schnell gehen, denn die Formulare hatten wir nicht. Die hatte angeblich das International Office unserer Heimathochschule, das jedoch nicht reagierte. Diese blöden Formulare konnten wir weder auf der Homepage der Université Stendhal finden, noch hatte die Erasmusbeauftragte unseres Instituts welche.

Das International Office unserer Hochschule antwortete dann schließlich doch und beschwichtigte uns damit, man würde die Formulare für uns ausfüllen und nach Frankreich faxen. Bizarre, denn die Dame vom International Office weiß schließlich weder, welche der drei Arten von Unterkunft wir wünschen, noch wie unsere Einkommenssituation aussieht - alles Angaben, die verlangt werden.

Als die Frist verstrichen war, erfuhren wir schließlich, dass die Unterlagen jedenfalls nicht in Grenoble angekommen waren.

Deutschland hat ja den Ruf, sehr bürokratisch zu arbeiten - Frankreich jedoch nicht minder (angeblich...). Wir werden wahrscheinlich nie dahinter kommen,  an welcher Stelle es hakte - war aber auch nicht wichtig, denn plötzlich konnte uns die französische Uni durchaus die Formulare zumailen. Nach ein paar Nachbesserungen galten die Unterlagen schließlich als vollständig.


und ein Schadensbericht.

- Die mittlere Kategorie -résidences rénovées - war leider nicht mehr verfügbar, weshalb ich nun gespannt bin, wie die résidences tradidionelles so sind ... ehrlich gesagt habe ich bisher nichts Gutes darüber gehört.
- Bis heute haben wir ein Formular, das Learning Agreement, ungefähr vier Mal ausgefüllt (und viele
  Male werden folgen).
- Gerüchteweise sollen wir einen Stapel Passfotos mitnehmen - nun denn, ich bin gewappnet!

P.S. Wenn jemand Formulare braucht, kann ich gerne welche zumailen! ;)

Veröffentlicht in Organisation vor Grenoble

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