Der erste Kurs

Veröffentlicht auf von Marion

22.01.09


Passfotos: 5


Französischkurs


Der Kurs von M. Guichard – Französische Grammatik für Ausländer – fing in aller Frühe um 8.30 an. Auf dem Unigelände, das wirklich groß ist, hab ich mich verlaufen, weshalb der Kurs schon begonnen hatte. M. Guichard wird uns alles über Verben und Zeiten beibringen und erzählte uns etwas über die Ursprünge der französischen Sprache und der Geschichte der Sprachforschung. Alles in allem war der Kurs sehr gut verständlich.


Nach dem Kurs habe ich am Eve-Gebäude zufällig Elena und Julia getroffen und ihnen das Büro gezeigt, bei dem sie sich für die Kurse bei M. Guichard anmelden können. Endlich konnte ich auch meinen Studentenausweis abholen, den man eigentlich für alles braucht, z.B. für den Internetzugang. Im Eve-Gebäude hatte ich auch Zugang zum Internet, aber leider ist die Verbindung sehr instabil.


Bank


Für das Zimmer in der Résidence (Studentenwohnheim, keine Residenz im deutschen Sinne jedenfalls) benötigt man eine assurance (Versicherung), die man in einer Bank abschließt. Ein französisches Konto benötigt man außerdem für das CAF (Wohngeld). Da sich auf dem Campus neben vielen anderen Geschäften und Restaurants/Cafés eine BNP-Bank befindet, haben wir uns entschlossen, dort unser Konto zu eröffnen. Zu unserer Entscheidung hat ebenfalls ein Sonderangebot beigetragen, dass wir das Konto kostenlos bekommen und die Versicherung ca. 56€ pro Jahr kostet, wobei die nicht genutzten Monate bei Schließung des Kontos zurückerstattet werden. Für den Abschluss eines Kontos benötigt man kein Passfoto. Das Verrückte ist, dass man für die Eröffnung eine Attestation de Résidence (Bescheinigung des Wohnheims) braucht und für das Wohnheim eine Attestation d'Assurance (Bescheinigung der Bank über eine Versicherung). Essentiell und absolut notwendig sind also für Frankreich folgende Dokumente:

  • Ausweis (Perso)

  • Fotos

  • Attestation de Résidence (z.B. auch für die Bibliothek)

  • Attestation d'Assurance

  • Studentenausweis der Universität

  • Nachweis der Krankenversicherung


CAF


Der weitaus kompliziertere Teil bestand allerdings darin, das CAF zu beantragen. Im Eve-Gebäude steht dankenswerterweise ein Computer, der beim Ausfüllen der Formulare helfen soll. Wenn man erst ein mal weiß, welche Dokumente man ausfüllen und ausdrucken muss, ist es auch gar nicht so schwer. Wir haben natürlich alle erst mal angefangen, einen 12-seitigen Antrag auszufüllen, bis wir die Dame von Eve um Hilfe gebeten haben. Wie genau es geht, weiß ich nicht mehr, nur soviel: Der richtige Antrag hat bloß 4 Seiten. Man benötigt dazu auch die o.g. Dokumente und ein Formular muss die Résidence ausfüllen. Aus der Sicht ist es empfehlenswerter, sich eine Résidence zu suchen und nicht eine WG, denn die Résidence hat Erfahrung mit solcherlei Bürokram.


Géant Casino


Nach dem anstrengenden Tag sind Elena und ich zum Géant Casino (großes Einkaufszentrum) gegangen, um für den Abend einzukaufen. Wir haben eine Kundenkarte beantragt (für die man kein Passfoto braucht), mit der man als Student Rabatte bekommt. Mit den Einkäufen wollten wir zu Flo, der Abendessen kochen wollte. Nach einer abenteuerlichen Straßenbahnodyssée mit Verfolgungsjagd kamen wir schließlich doch noch an. Der Comté-Käse schmeckt übrigens sehr gut.


Party


Flo und Chris wurden von Hadrien zu einer Party eingeladen und da sind wir (Elena, Miriam, ich) einfach mitgegangen. Doch als wir um 23:50 ankamen, war die Party in einem Wohnheim zehn Minuten später wieder vorbei: Punkt Mitternacht ging das Licht an. Hier feiert man halt nicht so lange und fängt eben früher an.


Veröffentlicht in Organisation in Grenoble

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