Bilder aus Frankreich

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  • Nachtrag: Die Kaution und was aus ihr wurde ( 5.09.2009 veröffentlicht in: Organisation in Grenoble )
    Liebe Studenten, wenn ihr nach Grenoble geht, hier noch ein paar Hinweise:

    1) Kein Konto bei der BNP!
    2) Man kann das Konto bei der BNP nur in der Filiale schließen, in der man es eröffnet hat. Zwischen Feiertagen macht die Filiale am Campus früher zu, auch wenns ein GANZ NORMALER Werktag ist.
    3) Versucht, Konto, "Livret Jeune" und Versicherung persönlich zu kündigen und nicht per Mail und Brief. Die BNP ist damit irgendwie überfordert.
    4) Eröffnet kein Livret Jeune, das braucht kein Mensch und bringt nur Ärger.
    5) Wenn ihr das Zimmer an die Résidence übergebt, achtet darauf, dass auch wirklich jemand am Empfang sitzt und nicht gerade Mittagspause macht. Wenn ihr Ärger habt, schreibt Mme Morin eine E-Mail.

    Die BNP hat mir angeblich per Brief mitgeteilt, dass mein Konto geschlossen wird. Da ich darauf nicht reagiert habe - den Brief habe ich nie erhalten - wurde es ohne mein Wissen geschlossen. Ich hoffe, dass zumindest die Résidence flexibel genug ist, mir das Geld nach Deutschland zu überweisen.
  • Neues Blog (24.06.2009 veröffentlicht in: Le Blog )
    Nun, da mein Frankreichaufenthalt bis auf einige organisatorische Schwierigkeiten (mit Bank, Wohnheim, Uni) abgeschlossen und es daher kaum noch etwas zu berichten gibt, beginne ich einen Blog über meinen nächsten Lebensabschnitt: Dreieinhalb Monate Berlin.
    --->>> Marion in Berlin <<<---

    Der Blog ist diesmal bei blog.de , bei denen ich auch das Praktikum machen werde. Da ist ein Blog natürlich Pflicht! ;)

    Ich freue mich über Besucher, Kommentare und Co-Autoren! :)
  • Hanovre (28.05.2009 veröffentlicht in: Zeitvertreib )
    Montag nachmittag bin ich nach einer relativ angenehmen Busfahrt in Hannover angekommen. Und heute sehe ich meine WG das erste Mal wieder - ich bin gespannt!

    Der große Kulturschock ist ausgeblieben, Frankreich und Deutschland sind nicht sooo verschieden.
    Frankreich fehlt mir... aber wer weiß, vielleicht kehre ich ja bald wieder dahin zurück.
  • La dilution... (22.05.2009 veröffentlicht in: Organisation in Grenoble )
    ... die Auflösung. Alles löst sich auf, die meisten fahren nach und nach heim. Die Zeit vergeht unheimlich schnell, auch wenn ich seit Mitte April keine Kurse mehr habe. Die Temperaturen sind hochsommerlich, sodass wir meistens abends auf dem Campus gepicknickt haben.

    Es gibt noch so viel zu tun, packen, alles kündigen, aufräumen, verabschieden... und das genau in dem Monat mit den meisten Feiertagen im Jahr (zumindest gefühlt: 1. Mai, 8. Mai, 21. Mai). Die Sache ist leider, dass es durch die ganzen Feiertage auch Brückentage gibt, an denen die Uni und am Campus alles geschlossen ist. Da ich an einem Sonntag fahre, bin ich gespannt, wie die Zimmerabnahme meiner Résidence abläuft...
  • Autodafé (21.05.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    "Autodafé" bezeichnet laut wikipedia (ahem...) "(...) die Vollstreckung eines Urteils der Inquisition oder eines Glaubensgerichts, beispielsweise die Verbrennung eines Ketzers oder Verbrennung ketzerischer Bücher. Im übertragenen Sinn auch für die Verbrennung oder Zurschaustellung jeder Form von missliebigen Schriften verwendet."

    Heute habe ich keine Ketzer- oder Bücherverbrennung gesehen, sondern eine Auto-Verbrennung. Ich hatte schon ganz vergessen, dass ich in Grenoble war.
    Die Feuerwehr hatte glücklicherweise nicht gestreikt und sogleich still und effizient das Feuer gelöscht.


  • 10 Gründe, nicht in meine Résidence zu ziehen (26.04.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    Heute kommt der Tag der Abrechnung, auch wenn ich noch etwa vier Wochen hier in Grenoble bin: 10 gute Gründe, nicht in meine Résidence zu ziehen. Leider haben sich die Mängel erst nach einiger Zeit herausgestellt.

    1. Das Village Olympique liegt am weitesten vom Geschehen weg. Es dauert 30 Minuten mit Rad oder Bahn zum Campus und 20 Minuten in die Innenstadt. Die einzigen Sachen, die in der Nähe sind, sind das ICM (entspricht dem IJK, ist sogar genauso weit draußen), das Centre Commercial (das riesige Einkaufszentrum auf der anderen Straßenseite) sowie das MC2, das « Maison de la Culture », wo Theateraufführungen und manchmal Partys stattfinden.

    2. Das Village Olympique liegt in einer unheimlichen Gegend. Die Stadtteile Malherbe und Arlequin mit ihren riesigen Hochhaus-Wohnanlagen sind in direkter Nachbarschaft. In die Zimmer meiner Résidence wird (relativ?) häufig eingebrochen, allein seit ich hier bin habe ich von zwei Einbrüchen gehört, bei denen die Laptops gestohlen wurden, und einer davon gehörte einer Freundin.

    3. Es gibt – im Gegensatz z.B. zur Résidence Condillac – keinen Sicherheitsdienst hier.

    4. Die Sauberkeit von Küche, Toiletten und Dusche lässt zu wünschen übrig. Meine Mitbewohner (es sind fast nur Männer, aber damit will ich keine Vorurteile schüren sondern nur auf einen seltsamen Umstand hinweisen) kennen weder Mülleimer, noch Klobürste oder -spülung. Das kann sich allerdings auch auf andere « traditionelle » Wohnheime beziehen.

    5. Die Küche ist sehr spartanisch. Sie besteht aus zwei Kochplatten und einem Waschbecken. Von den Kochplatten ist eine ständig kaputt. Als ich beim Empfang bescheid gegeben habe, wurde sie repariert, mittlerweile funktioniert sie aber schon wieder nicht mehr.

    6. Kein W-LAN auf den Zimmern. Die nächste W-LAN-Stelle ist in der nahegelegenen Bibliothek Kateb Yacine. Dort kann man allerdings nicht alle Seiten öffnen.

    7. Kein funktionierendes Telefon im Gebäude. Es gibt eins, aber das ist kaputt. Als ich deswegen beim Empfang war, hieß es, dass es schon funktioniere, man müsse nur den Hörer in einer bestimmten Position halten, damit der Kontakt nicht abbricht. Das stimmte jedenfalls nicht.

    8. Dass man die Temperatur der Heizung nicht regeln kann, habe ich schon erwähnt. Als in den letzten Wochen immer noch volle Stärke eingestellt war und ich zum Empfang gegangen bin, um die Temperatur a) entweder nur in meinem Zimmer oder b) meinetwegen auch in allen Zimmern runterstellen zu lassen, meinte die Dame, dass das nicht ginge und dass ich doch das Fenster öffnen solle.
    Doch eigentlich kann es auch schlimmer kommen: Schließlich trocknet die Wäsche ziemlich schnell und man braucht auch im Winter keine Bettdecke. Ich habe auch von Wohnheimen gehört, wo die Heizung ebenfalls nicht regulierbar ist und die auf kalt steht. Ein Student hat in seiner Skikleidung geschlafen und trotzdem gefroren.

    9. Laute Nachbarn und eine unangenehme Wohnatmosphäre. Ich kenne den Vergleich zu anderen Wohnheimen nicht, aber nachts werden hier für meinen Geschmack zu häufig Streits im Flur ausgetragen oder Motorräder vor meinem Fenster ausprobiert. Dadurch, dass ich hier fast die einzige Frau im Gebäude bin (zumindest sehe ich hier kaum welche), finde ich die Atmosphäre nicht angenehm. Es gibt wahrscheinlich einen Grund, dass hier kaum Frauen wohnen.

    10. Für den gleichen Preis – etwa 100 € im Monat, wenn man CAF bekommt – kann man etwas Besseres haben. Anna wohnt in einer Résidence direkt neben meiner, bezahlt das Gleiche und hat ein renoviertes Zimmer mit Gemeinschaftsküche und WG-Atmosphäre.

    Kurz zu den Vorteilen meiner Résidence (es sind nicht viele):

    1. Die Nähe zum Centre Commercial, zum Schwimmbad, zum ICM und zum MC2.

    2. Mein Balkon und eine schöne Aussicht.

    3. Es gibt zwar eine Mensa auf dem Gelände, was ja bei diesen « Küchen » unvermeidbar ist, aber es gibt in jedem Wohnheim eine Mensa, weshalb es eigentlich keinen Vorteil gegenüber den anderen Wohnheimen darstellt.

    Ich kenne insgesamt drei traditionelle Wohnheime hier. Das sind das Village Olympique, Condillac und Rabot. Dann gibt es noch das Ouest (West), aber darüber weiß ich nichts.

    Condillac liegt direkt am Campus und damit auch in der Nähe des Eve, wo regelmäßig Konzerte, Filmabende u. ä. stattfindet. Wenn ich mich für eine traditionelle Résidence entscheiden müsste, würde ich diese nehmen, obwohl sie weit vom ICM entfernt ist. Schließlich hat man auch Kurse an der Stendhal (Sprachkurse) und außerdem hören die Kurse am ICM schon Anfang oder Mitte April auf. Vom Niveau her sind die Zimmer wie die Zimmer in meiner Résidence, bloß ohne Balkon. Dafür mit Empfangstresen und Sicherheitsdienst (der laut Elena aber eher untätig rumsteht als zu patroullieren).

    Rabot liegt auf dem Berg unterhalb der Bastille. Die Zimmer selber habe ich nicht gesehen, aber ich hörte, dass die Toiletten tatsächlich noch schlimmer als die im Village Olympique sein sollen: nämlich französisch – hier übrigens « türkisch » genannt. Mich würde es nerven, ständig 20 Minuten bergauf zu laufen, aber die Aussicht ist klasse. Bis zu einer bestimmten Uhrzeit gibt es einen Bus und – unschlagbar – bis 1 Uhr nachts steht ein Partyraum zur Verfügung. Die Partys hier waren bisher immer ein Erfolg.

    Zu den renovierten Wohnheimen gehören das Berlioz auf dem Unigelände, die Résidence neben dem Village Olympique (den Namen finde ich noch raus) und auch im Village Olympique gibt es renovierte Zimmer.

    In den Zimmern im Berlioz und im Olympique hat man ein eigenes kleines Badezimmer mit Dusche und WC sowie einen Kühlschrank und saubere (renovierte) Wände. Es gibt eine gemeinsame Küche, die aber besser ausgestattet ist (verschiedene Temperaturen für die Herdplatte, Stühle und Tische). Hier macht kochen Spaß! :) In einigen renovierten Wohnheimen ist W-LAN vorhanden (Berlioz) oder zumindest geplant (Olympique).

    Zu der Oberklasse gehören das Wohnheim von Flo, das allerdings auch in keiner schönen Gegend liegt (letztens haben vor seiner Tür drei Autos gebrannt) sowie die halbprivaten Zimmer. Miriam wohnt in einem solchen. Sie hat ein großes Zimmer mit « Kochnische » (Waschbecken und eine Herdplatte) und eigener Dusche sowie W-LAN und diversen Einrichtungsgegenständen der Vormieter. Die Toilette und der Kühlschrank werden von der ganzen Etage benutzt. Es gibt einen gemeinsamen Putzplan und so wie ich das beurteilen kann, ist die Atmospähre sehr gut. Sonst gibt es natürlich noch die Möglichkeit, in eine WG (« Collocation ») zu ziehen. Allerdings kann es hierbei vorkommen, dass sich der Vermieter weigert, alle notwendigen Unterlagen für das CAF auszufüllen.
  • Von Augsburg nach Grenoble - auf Skiern (24.04.2009 veröffentlicht in: Zeitvertreib )
    Auf Spiegel Online ist ein Artikel erschienen, in dem ein deutscher Student seinen 900km langen  Weg per Skiern (!) nach Grenoble beschreibt. Hier nachzulesen.

    Respekt. Ich fand ja schon die grüne Piste schwierig.

    P.S. Nein, ich kenne ihn nicht...
  • Le Retour... (22.04.2009 veröffentlicht in: Organisation in Grenoble )
    .... die Rückkehr. Seit fünf Minuten weiß ich, wann ich in Hannover ankomme.
    Am 25. Mai bin ich wieder hier. Für wie lange? Wer weiß...
  • Parapente (21.04.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )
    Sonntag waren Stéphanie, Julia, Elena, Alex, Lis, Dominique, Luc und ich Paragliden - Gleitschirmfliegen - in dem kleinen Ort St-Hilaire-du-Touvet. Dort gibt es eine Schule, in der man Paragliden und Drachenfliegen lernen kann. Wir flogen natürlich nicht alleine, sondern mit einem Lehrer: wir wollten nicht wie einige Flugschüler, die vor uns gestartet sind, den Hang hinunterfallen.

    Eigentlich ist es gar nicht so schwer: Man zieht sich diesen Rucksack an, wird an zwei Haken am Rucksack des Lehrers befestigt und muss rennen. Und dann fliegt man.

    Der "Absprung", also der Moment, in dem man den Boden verlässt, ist der Spannendste. Wenn man dann fliegt (und einen Lehrer dabei hat) ist der Rest wie Kettenkarussell, also eher ent-spannend.

    Die Landung am Ende ist sehr sanft, als würde man von einem Stuhl aufstehen.
  • Hors service... (10.04.2009 veröffentlicht in: Le Blog )
    ... oder AUSSER BETRIEB. Leider hab ich meinen Laptop verärgert und deswegen streikt er wie ein Franzose. Und wenn er sehr böse ist, hat er auch alle meine Daten vernichtet.

    Mal schaun... vielleicht wünsch ich mir ne neue Festplatte zum Geburtstag. :(
  • Geiselnahme in Grenoble ( 2.04.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    Kein Aprilscherz: In Grenoble haben Arbeiter der Firma Caterpillar vier Manager als Geiseln genommen, weil 733 Arbeitsplätze bedroht waren. Mittwoch nachmittag wurden sie wieder frei gelassen und die Verhandlungen wieder aufgenommen.

    Nachzulesen zum Beispiel hier (Spiegel) oder hier (Stern) und hier auf französisch (Le Dauphiné). Und hier die Stellungnahme des Unternehmens.
  • Les 7 Laux (22.03.2009 )
    Freitag habe ich endlich mein mir selbst auferlegtes Versprechen eingelöst und bin ein zweites Mal Ski gefahren, zusammen mit Elena, Caroline, Irina und Emma. Wir sind mit dem Transisère-Bus etwa anderthalb Stunden zu "Les 7 Laux" gefahren. Diesmal waren wir schlauer und haben uns am Vortag Skier bei Decathlon ausgeliehen. Elena und ich haben uns erst einmal an der Anfängerpiste versucht - zusammen mit einem Grundschul-Skikurs (dem Alter der Kinder nach zu urteilen). Der Lehrer hat uns auch nicht wenig ausgelacht, aber was soll man machen, in Hannover gibts halt keine Berge.
    Nachmittags nahmen wir an den Kursen der "Ecole de Glisse" teil und hatten als einzige Anfänger einen Skilehrer für uns. Und danach hat es erst richtig Spaß gemacht: Als ich endlich Kurven fahren konnte, sind wir ein paar Mal eine grüne Piste runtergefahren. Leider war das das letzte Wochenende von 7 Laux, die Saison ist zuende. Schade, denn diese kleine Station finde ich für Anfänger besser als die Riesenstation von Deux Alpes.
  • Streikkultur (17.03.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    Hatte ich schon erwähnt, dass die Uni streikt?

    Ja, letzte Woche oder so... und heute immer noch (außer M. Guichard, der hält die Stellung... :) ).

    So, liebe Hannoveraner, nehmt euch mal ein Vorbild! Laut AFP soll ja das Conti-Reifenwerk in Hannover schließen. Während die Hannoveraner also friedlich (aber wütend) streikten, haben ihre wütenden und nicht so friedlichen französischen Kollegen in Clairoix die Unternehmensführung mit Schuhen und Eiern beworfen...

    (Schon mal üben? Klicke hier.)
  • Inländergleichbehandlung (13.03.2009 veröffentlicht in: Zeitvertreib )
    Nur ganz kurz: Wir erinnern uns an amazons seltsamen Vorstoß gegen Finanzkrisen. Wikipedia ist aber auch nicht besser. Zum Thema "Inländergleichbehandlung" schlägt es  "Knochenbruchbehandlung" vor. Das passt vielleicht zu Chris, aber nicht zum GATT-Abkommen.
    Kann aber auch am heutigen Datum liegen...


    P.S. Nee, wikipedia taucht bei meiner Hausarbeit nicht als Quelle auf! ;)
  • Rot-gelb? Fast! ( 5.03.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )
    Hier ein Bilderrätsel: Wo liegt der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Foto?

    Kleiner Tipp: Beide zeigen die Fans des Grenoble-Eishockey-Teams Les Brûleurs des Loups (in etwa "Die Wolfbrenner").

    Richtig, die Fans oben tragen die falschen Farben!

    Grenoble hat blau-rot, ihre Gegenmannschaft Strasbourg, "L'Etoile Noire de Strasbourg" (Der schwarze Stern von Straßburg), trägt die Farben schwarz-gelb. Und so blieb uns die Frage "Für welche Mannschaft seid IHR denn??" nicht erspart...
    Zu Erklärung: Das Maskottchen der Wölfe ist ein brennender Wolf mit gelb-roten Haaren (Feuer). Wir als Nicht-Grenobler konnten natürlich nicht ahnen, dass das nicht die Vereinsfarben sind.

    Wie auch immer, es war ein spannendes Spiel und Grenoble hat natürlich 3:2 gewonnen. :)
    Die Mannschaft aus Grenoble ist gar nicht mal so schlecht. Die belegt den zweiten Platz der Ligue Magnus (entspricht etwa der Bundesliga in Deutschland) mit 4 Punkten Rückstand zu Briançon.
  • Mit Pfefferspray gegen die Finanzkrise? ( 5.03.2009 veröffentlicht in: Zeitvertreib )
    Amazon schlägt optimistisch vor, die Finanzkrise mit Pfefferspray zu besiegen. Der Zusammenhang mit dem zweiten Buchvorschlag ist mir leider noch nicht klar geworden. Vorschläge willkommen!

    (erster Titel: "Finanzcrash: Die umfassende Krisenvorsorge"; zweiter Titel: "Selbstversorgung aus dem Garten: Wie man seinen Garten natürlich bestellt und gesunde Nahrung erntet")
  • Die Uni und der Streik... ( 3.03.2009 veröffentlicht in: Université )

    Es wird immer noch gestreikt, ab und zu. Das ICM ist zwar nicht dabei, aber es an der UPMF gab es angeblich letzte Woche keine Kurse.
    Heute hatte ich das erste Mal den Kurs Publication assisté par ordinateur (P.A.O.), also die Anwendung von Layoutprogrammen für Flyer, Poster, Seiten etc. Dafür musste ich von Stendhal zum ICM fahren und danach wieder zurück zur Stendhal für den Kurs Filmanalyse. (Der Weg zu Stendhal von meiner Résidence dauert ca. 30 Minuten, der zum ICM nur 10. Dienstags bin ich also nur auf dem Fahrrad ;) . )


    Mein Stundenplan sieht so aus:



    Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
    9:00 Méthodologie 8:30 Francais professionnel   8:30 Grammaire frei
      13:30 P.A.O.      
    15:30 Marketing 17:30 Récit filmique 17:30 Approches...1    

    1: wenn er denn stattfindet! Morgen und das nächste Mal fällt aus, das letzte Mal war gar nicht klausurrelevant weil der Prof aus Solidarität mit den nichtanwesenden (streikenden?) Studenten keine wichtigen Themen durchnehmen wollte; das Mal davor hat der Prof selber auch gestreikt.

    Ich arbeite also nicht viel, aber dafür früh. Aber es gibt auch noch genug fürs IJK zu tun...



    Quoi de neuf? (Was gibts Neues?)


    Chris hat sich den Arm gebrochen. Angeblich beim Snowboarden, aber Flo hat eine andere Geschichte erzählt ... ;)


    Gestern habe ich mein erstes Paket in Frankreich bekommen. Inhalt: 1 Kg Pumpernickel und noch etwas zur Verteidigung ... jetzt fühl ich mich schon besser, auch wenn es keine weiteren Zwischenfälle mehr gab, von denen ich gehört habe. Wir passen gut aufeinander auf und gehen wenn möglich nicht alleine nach Hause.


  • Résistance ( 3.03.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    Sonntag war wieder ein kultureller Tag. Wir haben aber nicht nur ein, sondern gleich zwei Museen an einem Tag besucht. Am ersten Sonntag des Monats ist der Eintritt ins Musée de Grenoble frei. Ich habe leider schon wieder meine Kamera vergessen, aber Julia hat mir ihre Bilder versprochen.

    Das andere war das Musée de la Résistance et de la déportation de l'Isère (Museum des Widerstandes und der Deportation), in dem es eine Führung gab. Das Museum, das die Geschichte der Region während des zweiten Weltkrieges aufarbeitet, ist sehr empfehlenswert. Ich habe leider nicht alles behalten, was die Museumsführerin gesagt hat, aber die Geschichte Frankreichs während des Zweiten Weltkriegs kann man sehr gut an der Geschichte der Region zeigen. Die Region Isère war sehr aktiv im Widerstandskampf gegen die Deutsche Besetzung und Grenoble war die "Hauptstadt" der Untergrundkämpfer. Es wurde später allerdings sowohl von den Deutschen als auch von den Italienern besetzt.
    Die "Reste" der italienischen Besatzung kann man am "italienischen Viertel" nördlich der Isère sehen, wo man ein Pizzarestaurant neben dem anderen finden kann.


    Fotos folgen


  • "Lattenrost" (27.02.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    An der Tür unseres Batiments hing seit längerer Zeit ein Zettel mit einer "Guten Nachricht": Die "Lattenroste" (sommiers) von bestimmten Zimmern werden ausgetauscht. Was ich erst gestern von Chris erfahren habe: Das war nicht immer derselbe Zettel sondern immer ein neuer, bei dem sich die Zimmernummern geändert haben. Und heute sind wir dran.
    Das sind unsere bisherigen Bettgestelle:


    Und das hoffentlich nicht unsere neuen:

    Ich habe einmal gesehen, wie die alten ausgetauscht wurden: Die neuen bestehen aus einem Drahtgitter, das weniger flexibel und mehr wie ein stabiler Zaun aussieht. Unsere alten Drahtgeflechte sind so schön weich und nachgiebig. So, wie man sich vielleicht eine Hängematte oder ein Wasserbett vorstellt. Deswegen haben Chris und ich gestern abend beschlossen, am Empfang Protest einzulegen. Zufällig haben wir dort Aliou getroffen der uns dabei half, unseren Wunsch, die alten Bettgestelle zu behalten, schriftlich festzuhalten.

    Pech gehabt: Heute morgen gegen 7:15 wurde ich durch den Direkteur der Résidence geweckt und darüber aufgeklärt, dass der Tausch obligatorisch ist und dass er auch Schlüssel zu allen Räumen hat, sodass man nicht von 9-18 Uhr anwesend sein muss (so wie bei der Telekom z.B.).

    Gegen halb zehn wurde dann tatsächlich innerhalb von fünf Minuten mein Bettgestell ausgetausch. So sieht das neue aus: Das Blaue ist übrigens der Gummiüberzug meiner Matratze. Quietscht so schön beim Umdrehen. Und es liegt sich deutlich härter - soll ja besser für den Rücken sein. Die neuen Betten passen mit ihrem futuristischen Design auch gar nicht in die charmante Original-60er-Jahre-Einrichtung der Zimmer. Also echt.


    P.S.: Neues Album mit kulinarischen Spezialitäten aus Frankreich. Und: Das Design der Fotoalben ist jetzt richtig cool (das war Overblog, nicht ich) --------------->

  • Neues Design (23.02.2009 veröffentlicht in: Le Blog )
    Ja, es sieht noch holperig aus ... ich muss mich in html noch einarbeiten ;). Das Design wollte ich schon länger  überarbeiten und ein Hinweis auf schlechte Lesbarkeit wegen eines zu dunklen Hintegrundes gab den Ausschlag.
    Also, Vorschläge sind herzlich willkommen.
    Auf meinem Plan stehen noch
    - der Hintergrund
    - die Boxenüberschriften und die Schrift in den Boxen
    - und, wenn ich es herausfinde, der Hintergrund der Artikel und die Fotoanordnung.

    Nachtrag (25.02.09): Das kommt meiner Vorstellung schon ziemlich nahe...
    Aber wenn ihr Anregungen habt, immer her damit. :)
    Hilfreich zum HTML-Lernen ist die Seite Self-html, die sowohl den Code als auch auch das Ergebins zeigt.
  • L'Ancien musée de Peinture et Notre Dame (22.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )
    Samstag wollten Charlotte, Julia, Miriam und ich an einer Führung in der Ausstellung Vivre ensemble, vivre ici (Zusammen leben, hier leben) im L'ancien musée de Peinture (Antikes Museum für Malerei) teilnehmen. Doch als wir im Vorfeld einen Blick in die Ausstellung warfen, verging uns die Lust, denn in der Ausstellung ging es ausschließlich um die Vorstellung eines Stadtteils von Grenoble auf Lokalniveau. Interessant also eher für die Einwohner, die länger hier leben.

    Wir besuchten die andere Ausstellung in der Bibliothek des Museums (in der übrigens keine echten Bücher stehen sondern nur Blenden), bei der lokale Maler und Bildhauer ihre Werke ausstellen. Es waren auch einige echt gute dabei.



    Um den kulturellen Tag zu vervollständigen, gingen wir danach in die Notre Dame.

    Die Angestellte dort erzählte uns spannende Geschichten: In der ersten Etage, die man aus Sicherheitsgründen nicht besichtigen kann, gibt es einen Geheimgang und einen versteckten Raum, in dem politisch Verfolgte versteckt wurden. In dem Raum gibt es nur ein Fenster in der Decke, das man von unten nicht sehen kann.

    Sie erzählte uns außerdem, dass es einen Filmemacher aus Köln namens Philip Gröning gibt, der als einziger und ohne Kamerateam das Kloster der Kartäusermönche (Chartreuse) besuchen durfte. Sein Film heißt  "Die große Stille" (Le Grand Silence) und war in Frankreich angeblich wahnsinnig erfolgreich. Für die Drehgenehmigung musste er 16 Jahre warten; von der Filmidee bis zur Fertigstellung vergingen 22 Jahre. In dem Film wird sehr wenig gesprochen und es gibt keine Musik. Mal schauen, ob es diesen Film auch in der Bibliothek gibt.
  • Chartreuse! (20.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )
    Mit ca. 15 Personen sind wir nach Voiron gefahren, dem Geburtsort des weltbekannten Kräuterlikörs Chartreuse, der von Mönchen destilliert wird. Die Führung mit Verköstigung war kostenlos, doch trotz 3-D-Films und einem Schnäpschen auf nüchternen Magen konnte uns diese Erlebnisveranstaltung nicht wirklich von einem Kauf von Chartreuse-Produkten überzeugen.
    Das Kloster selbst, in dem die Kartäusermönche leben, kann nicht besichtigt werden. Es gibt jedoch ein Museum direkt daneben. Die Stadt Voiron selbst war ziemlich klein und wirkte eher verlassen.



  • Ein bisschen Kultur (18.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )
    Heute war der kulturelle Tag meiner Ferienwoche. Zuerst habe ich in der Stadtbibliothek einen Ausweis beantragt (nein, ohne Foto). Er kostet für ein Jahr 7 € und man kann sich 1 DVD, 4 CDs und 6 Bücher ausleihen. Die strikte Begrenzung hat ihren Grund: Alle DVDs sind immer ausgeliehen oder vorgemerkt, teilweise acht Mal. Die CD-Auswahl ist jedoch sehr gut. Ich habe heute gleich das Limit ausgereizt und mir Aphex Twin, Booka Shade, Birdy Nam Nam und Justice ausgeliehen. Es gibt auch eine riesige Klassik- und Chansonabteilung.

    So sieht meine Sammlung an französischen Ausweisen bisher aus:

    Danach war ich im Musée de Grenoble, in dem großteils regionale Künstler ausgestellt werden, aber ein paar bekannte (vor allem französische) Künstler sind auch mit einem Werk vertreten (Chagall, Klee, Renoir, Monet, Tanguy...). Fotos folgen beim nächsten Besuch.
  • Küche geschlossen (18.02.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    Diese Schilder fanden sich vor ein paar Tagen an der Küchentür meiner Etage:
    Darin heißt es, dass die Küche geschlossen wird, weil jemand wiederholt seine Küchenabfälle im Abfluss deponiert hat. Vorher gabs eine Platte für die ganze Etage, jetzt gar keine mehr. Langsam nervts.

    Nachtrag: Seit gestern (23.02.) ist die Küche wieder funktionsfähig (im Rahmen ihrer Möglichkeiten).
  • Lyon - Ville Gourmandie (17.02.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    Obwohl sich das gute Wetter der letzten Tage nicht gehalten hat, sind Annika, Elena und ich sind nach Lyon gefahren. Mit der 12-25 Karte kostet eine Fahrt 9,30€.
    Lyon ist mit ca. 445.000 Einwohnern kleiner als Hannover und trotzdem die drittgrößte Stadt Frankreichs nach Paris und Marseille. Die Fahrt von Grenoble nach Lyon dauert etwa 1,5 Stunden.
    (Hôtel Dieu)

    Da Lyon nicht nur die Ville Gourmandie sondern auch die Stadt der Kirchen ist, haben wir drei Kirchen besucht: Die  Cathédrale St-Jean, die Notre Dame de Fourvière, die auf dem gleichnamigen Berg liegt, und die Eglise St-Nizier, die allerdings relativ unspektakulär und dunkel war.


    (Cathédrale St-Jean)

    (Basilique Notre Dame de Fourvière)

    Eigentlich wollten wir auch noch in das Musée des Beaux Arts (Museum der schönen Künste), aber leider haben dienstags die Museen geschlossen.

    Insgesamt kann man das Stadtzentrum sehr gut zu Fuß erkunden; einen Stadtplan bekommt man z.B. im Bahnhof oder im Bureau de Tourisme am Place Bellecour. Die Altstadt wurde 1998 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
    (Place Bellecour)

    Weitere Fotos sind im Ordner "Lyon" zu finden. --->
    P.S. Wenn in der Miniaturansicht Fotos angezeigt werden, die offensichtlich nicht zum Thema passen, ist das ein Programmfehler und kein Scherz von mir. Ich werde mich diesbezüglich an den Blogbetreiber wenden.
  • Der erste Tausender! (15.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )
    Wunderschönes Wetter samt strahlendem Sonnenschein erwarteten Elena, Annika und mich auf unserer Wandertour zur Bastille and beyond. Anstatt der Treppen gingen wir diesmal den langsameren und weniger steilen Weg zur Bastille, wo wir picknickten und die Sonne genossen.
    Danach ging es etwa 3 Stunden bergauf zum Gipfel des Mont Rachais. Was wir nicht wussten: ein X bedeutet, dass man auf dem falschen Weg ist. Wir haben für den Aufstieg einen ziemlich schmalen Trampelpfad benutzt und erst beim Abstieg den komfortablen, breiten Weg gefunden. Es war ziemlich glitschig-matschig, manchmal trafen wir auf schneebedeckte Wege und überall lag Geröll. Wir haben auch gehört, wie ein etwas größerer Stein den Hang hinuntergepoltert ist, aber einen Steinschlag haben wir zum Glück nicht live miterlebt. Dafür aber Jogger, die den Weg hochgejoggt sind, was wir sowohl verrückt als auch gefährlich fanden.

    Oben angekommen konnte ich von mir behaupten, dass ich meinen ersten Tausender (1046 m) bestiegen habe! :)

    Wir wurden mit einer wunderschönen Aussicht belohnt:

    Der Abstieg hat auch noch etwas mehr als zwei Stunden gebraucht. Die Wegweiser behaupten, man würde eine dreiviertel Stunde dafür brauchen. Keine Ahnung, wie man das schaffen soll.

    P.S. Neue Fotos in den Fotoalben ----->
  • Endlich Geld! (12.02.2009 veröffentlicht in: Organisation in Grenoble )
    Erfreuliche Neuigkeiten von meinem Konto: Das Erasmusgeld (345 € für drei Monate) ist angekommen.

    Von dem CAF habe ich einen Brief mit einem Kärtchen erhalten, in dem mir eine Nummer zugeteilt wurde. Ich nehme an, dass alle Unterlagen vollständig sind und es nicht mehr so lange dauert, bis ich das Wohngeld bekomme.


    Unistreik – immer noch...


    Montag bin ich zu meinem Marketing-Kurs gefahren und der ist ausgefallen ... Leider werden keine Benachrichtigungsmails verschickt. Abends gab es ein Kino von Intègre im EVE, wo wir Shaft gesehen haben. Der Eintritt war frei.

    Dienstag fielen alle Kurse außer die Kurse speziell für Erasmusstudenten (also M. Guichards Kurse) aus wegen des Streiks, der noch bis morgen dauern soll. Danach sind eh Ferien.

    Abends war wieder ein Bar-Abend von Intègre, diesmal im Mark XIII. Um zehn vor eins hat der Barkeeper alle rausgeworfen, weil sonst die Nachbarn die Polizei gerufen hätten. Typisch Frankreich, meinte er noch...

  • Gefährliche Gegend? (12.02.2009 veröffentlicht in: La vie en France )

    Es ist schwer zu beurteilen, ob die Warnungen, die an Frauen ausgesprochen werden, übertrieben oder berechtigt sind. Es ist auf keinen Fall falsch, die Notrufnummer der Polizei zu kennen: +33-4-17 .
    Letztens ist eine Studentin abends von einem Mann bedrängt worden, doch sie konnte im Hilfe rufen und der Mann ist geflohen. Es hat mich geschockt, als sie mir das erzählt hat. Ich überlege mir, was man in so einer Situation machen kann, denn in Frankreich ist Pfefferspray (Gaz de poivre bzw. bombe lacrymogène) angeblich verboten.

  • Schneewandern ( 8.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )
    Elena, Charlotte, Stéphanie und ich haben uns zum Wandern mit Raquettes für einen Kurs von der Uni angemeldet. Gegen 8 Uhr ging es vom Bahnhof los nach Vercors, wo wir in den Bergen ein bisschen wandern wollten. In Grenoble selbst hat es geregnet, das bedeutete, das es in den Bergen schneit. Es war wie eine andere Welt: ca. 40 cm Schnee waren und sind gefallen und alles war mit Schnee bedeckt. Der Himmel selbst war grau, sodass man leider nicht die Aussicht genießen konnte.



    Wir schnallten uns die Raquettes unter die Schuhe, dann kam die Wanderführerin und es ging los. Es war ganz schön anstrengend, vor allem bei dem Tempo und bei dem ganzen Neuschnee, sodass wir immer wieder eine Pause einlegten und auf die Nachzügler warteten. Gegen halb eins kamen wir in einer Hütte an, aßen unser Picknick und traten dann den Rückweg an. Da wir auf dem Hinweg größtenteils bergauf gegangen waren, war der Rückweg bergab natürlich einfacher.



    Da unser Bus erst in zwei Stunden kommen sollte, setzten wir uns noch in ein Café, wo ich vor Müdigkeit auch kurz eingeschlafen bin. Abends wollten wir eigentlich noch ausgehen, aber das haben wir aufgrund der Müdigkeit und des unangenehmen feuchtkalten Wetters doch gelassen.

    Verglichen mit dem Skifahren letzten Samstag war es weniger anstrengend, aber auch nicht so spannend. Dafür war die Natur wunderschön. Vielleicht werde ich auch noch mal Ski nordique (also nicht auf der Piste) ausprobieren.
  • Meine Résidence - offizielle Warnung ( 6.02.2009 veröffentlicht in: Organisation in Grenoble )
    Als ich heute nach meiner Résidence im Internet gesucht habe, habe ich auf der Seite der Ecole de Management in Grenoble folgende Beschreibung gefunden:

    "The two Crous residences in Grenoble are:
    * Le Rabot Where: On the Grenoble Bastille
    (...)
    * La Résidence Universitaire Olympique this residence was purpose built for the 1968 winter Olympics which were held in Grenoble.
    Where: in Echirolles on the outskirts of Grenoble, a 20 minute tram ride from school.
    Accommodation details: a very basic residence with a shared kitchen and bathroom. The kitchen is not equipped with utensils and does not have a fridge. It does not have internet connection in every room, but there is a common room with internet connection.
    The Résidence Universitaire Olympique is not considered to be in a safe area of Grenoble and in the opinion of the integration team, it is not suitable for female students.

    Please note: If your first choice is Le Rabot, we cannot guarantee that you will get a room there as it is very popular. If you are allocated a room at Résidence Universitaire Olympique, CROUS will not allow you to move to Le Rabot at a later date." (Hervorhebungen von mir)

    Es wohnen natürlich trotzdem Frauen hier. Aber diese Beschreibung erklärt, warum der Frauenanteil der Bewohner hier gefühlt nicht die Hälfte ist...

    Es gibt wohl auch einen Film über die Wohnheime hier, den ich mir allerdings noch nicht anschauen konnte.
  • Streik III ( 5.02.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    04.02.09

    Stadtbesichtigung

    Mittwochs habe ich immer nur einen Kurs - Approches sociologiques ... (Soziologische Annäherungen an die Kommunikationswissenschaft...), deswegen habe ich mir die Zeit für eine Stadtbesichtigung genommen.
    (Place Notre Dame)
    (Place Notre Dame)



    Streik

    Zugegebenermaßen habe ich mich heute auf dem Unigelände verfahren und kam zu spät. Der Kurs wurde jedoch annuliert - warum, wurde anscheinend in der Zeit gesagt, als ich nicht da war.
    Morgen gibts eine Generalversammlung der Studenten.




  • Kurse ( 5.02.2009 veröffentlicht in: Université )

    02.02.09

    Présentation

    Heute war die Stunde der Wahrheit: Im Kurs Méthodologie haben Julie und ich das Thema vorgestellt, was sie im vorherigen Semester bearbeitet hatte. In diesem Kurs geht es um die Präsentation der Ergebnisse, wozu als erste Arbeit eine Powerpoint-Präsentation gehört. Es war eine kurze Präsentation von ca. 10-15 Minuten von der ich glaube, dass sie ist gut gelaufen ist. Die nächste Arbeit wird ein Poster sein und danach kommt noch eine Präsentation.


    03.02.09

    Francais professionnel


    Dies ist ein weiterer Kurs mit M. Guichard, in dem es um Bewerbungen und Arbeiten auf Französisch geht. Wir haben den französischen Lebenslauf anhand von den mitgebrachten Lebensläufen auf Französisch besprochen.


    Analyse du récit filmique


    In diesem Kurs wird die Erzählstruktur von Filmen analysiert. Wir haben den Film L'homme qui plantait des arbres (Der Mann, der Bäume pflanzte) gesehen und danach nach Struktur und Symbolen analysiert. Es ist eine sehr interessante Vorlesung, die ich wahrscheinlich beibehalten werde, weil sie sich inhaltlich mit Filmen auseinandersetzt und somit eine Ergänzung zum Umgang mit Filmen in meinem Studium darstellt, in dem vor allem die Wirkung analysiert wird.


  • Skifahren ( 2.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )

    31.01.09

     

    Fahrt nach Les Deux Alpes


    Heute war es soweit: Endlich das weltberühmte Skigebiet ausprobieren! Stéphanie und ich sind um 6 Uhr in der Frühe zur Uni gefahren, wo wir uns mit Julia und einem Finnen namens Kimo getroffen haben. Zu viert sind wir mit dem Auto ca. anderthalb Stunden nach Les Deux Alpes (Die zwei Alpen) gefahren. In dem sehr touristisch geprägten Ort liegt noch sehr viel Schnee.

     

    Obwohl es auch hier viele Skigeschäfte gibt, sollte man sich die Skier in Grenoble ausleihen. Bei Decathlon kosten sie z.B. ca. 15 € (inkl. Schuhe und Stöcker), in Les Deux Alpes ca. 25€.


    Skifahren lernen


    Mit dem Lift sind wir bis auf ca. 3.000 Meter Höhe gefahren und haben eine grüne Piste für Anfänger besucht. Meinen ersten Sturz hatte ich allerdings schon vom Schlepplift beim „Absteigen“ (Zumindest bin ich nicht schon ohne Skier gefallen, denn das Laufen in den Skischuhen ist einfach nicht normal). Julia hat mit sehr viel Geduld versucht, mir das Bremsen mit dem Schneepflug beizubringen. Irgendwann hat das einigermaßen geklappt, schwieriger war es für mich, Kurven zu fahren. Aber am Schwierigsten fand ich das Aufstehen (Hinfallen tut nicht weh). Wenn die Skier komisch liegen, kann ich die Füße nicht bewegen und wenn ich die Füße richtig hingestellt hab, rutsche ich den Berg runter bevor ich aufstehen kann. Alles in allem habe ich für den einen Hang etwa fünf Mal so lange gebraucht wie Kimo. Es ist auch richtig frustrierend, mit Skiern einen Hügel rauf zu gehen. Man rutscht immer wieder runter.


    Nach einem Mittagessen bin ich mit dem Skilift runter gefahren, weil die Pisten nach unten nur blau (also nicht für Anfänger) waren. Eigentlich bin ich gar nicht viel gefahren, aber meine Knochen, Gelenke und Muskeln taten danach ziemlich weh. Mit Skischuhen laufen und Skier tragen ist auch ganz schön ermüdend. Nach der Heimfahrt bin ich dementsprechend ziemlich schnell eingeschlafen.


    Am nächsten Tag tat mir alles weh - sogar meine Augen wenn ich nach rechts oder links schaue.

    Beste Voraussetzungen für die Präsentation morgen! ;)


  • Fromage! ( 2.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )

    30.01.09


    Kochen in der Résidence


    Zum Mittag habe ich mir heute das erste Mal selber etwas kochen wollen. Es gibt ja nur zwei Kochplatten hier und eigentlich war es bei dem allgemeinen Zustand der Résidence auch nicht verwunderlich, dass nur eine funktionierte. Dass man die andere jedoch nur einschalten kann, ist schon ein bisschen doof. Man kann weder die Temperatur regeln noch die Platte wieder ausschalten – sie geht nach einiger Zeit von selber wieder aus. Mehr als Nudeln kann man hier halt nicht kochen. Ein Wasserkocher ist dringend zu empfehlen.


    Bibliothèque


    Am Nachmittag habe ich mich mit Julie getroffen, um an der Präsentation für Méthodologie weiter zu arbeiten. Wir haben uns dazu in der Bib Kateb Yacine am Grand' Place getroffen, die sehr modern ist und W-Lan gratis anbietet. Allerdings kann man nicht alle Seiten damit besuchen, aber zum Abrufen der E-Mails reicht es.


    Fromage - Käse


    Mit Miriam, Nadia und Micaela bin ich zu Anna gefahren, wo wir fünf verschiedene Sorten Käse ausprobiert haben. Der Bleu de Savoie schmeckt sehr gut, der Roquefort ist sehr streng. Dazu gab es Salat mit Knoblauch (sehr gut!), Brot und zum Nachtisch einen sehr leckeren selbstgebackenen Kuchen.


    Annas Résidence, die bei mir gleich um die Ecke liegt, ist renoviert und kostet inkl. CAF ca. 100 €. Sie teilt sich eine Küche mit Kühlschrank, Backofen, Herd und Einrichtung mit drei anderen Studentinnen. Aber auch wenn ihre Résidence wirklich besser ist als meine, werde ich wohl nicht umziehen. Inzwischen habe ich mich an mein Zimmer schon sehr gewöhnt. :)



  • Noch mal zum Streik ( 2.02.2009 veröffentlicht in: La vie en France )

    29.01.09


    Streik


    Elena und ich wollten uns in der Innenstadt mit Audrey treffen, und auf dem Weg zum Place Victor Hugo waren viele Menschen und Polizisten unterwegs. Wie schon berichtet, fand heute ein Streik statt. Laut Junger Welt und taz demonstrierten die Menschen gegen die Konjunkturpakete für Banken und für eine Anhebung des Mindestlohns.

    Le Dauphiné berichtete, es wären 50.000 (oder 60.000?) Demonstranten gewesen, der größte Streik in der Geschichte von Grenoble bisher. Zu den Demonstranten gehörten Jugendliche, Studenten, Arbeiter, Beamten und Rentner, die für eine Sicherung der Rente, der Löhne, der Kaufkraft und der öffentlichen Dienste demonstrierten. Besonders war, dass alle zusammen hielten und alle Gewerkschaften mitgezogen sind.




    Party in der Résidence


    Nach einem Fußmarsch von ca. anderthalb Stunden vom Bahnhof zur Résidence (auf dem Stadtplan kann man nicht sehen, dass eine bestimmte Straße nur für Autos ist und wir mussten einen Riesenumweg nehmen) haben Elena und ich uns etwas zu Essen gekocht und Stéphanie kam vorbei. Die Feier später war nicht gut, weshalb wir gleich wieder gegangen sind.

  • Seltsamen Sitten im Straßenverkehr ( 2.02.2009 veröffentlicht in: La vie en France )

    28.01.09


    Zugegebenermaßen habe ich keinen besonders guten Orientierungssinn – aber die Straßenschilder hier helfen auch nicht gerade weiter. Vom ICM bis zur Stendhal habe ich heute eine Stunde gebraucht.


    An Rotlichter halten sich hier nur die Autos und jeder geht einfach, wenn kein Auto kommt. Das hat einen guten Grund: An gefühlten 80% der Ampeln sind für die Fußgänger Knöpfe angebracht. Das ist besonders nervig für Radfahrer, also habe ich es nach einiger Zeit ebenfalls aufgegeben.

    Fahrradfahrer halten sich anscheinend an keinerlei Regeln: Eigentlich ist es egal, auf welcher Straßenseite man fährt. Wenn es keinen Radweg gibt, ist es sicherer, auf dem Fußweg als auf der Straße zu fahren. Generell ist der Straßenverkehr eher autofreundlich.

    Da die Schilder mit den Straßennamen meistens gut versteckt sind, sind Stadtpläne weniger hilfreich. Zebrastreifen, die ins Nichts führen und Brücken, die nur für Autos sind erleichtern die Orientierung nicht gerade. Am besten, man merkt sich, in welchen Stadtteil man ungefähr will und hält sich an die Straßenschilder.


  • Hier gibts ja doch alles! ( 2.02.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )

    27.01.2009


    Résidence – was es nicht alles so gibt...


    Durch Stéphanie haben wir erfahren, dass es auch eine Waschraum in unserer Résidence geben soll, im deutschen Pavillon. Die Eingangstür zum Pavillon kann man mit dem Schlüssel öffnen, der auch unseren Pavillon öffnet. Wir haben das allerdings erst später von Aliou, dem Vorsitzenden der Studentenvereinigung der Résidence, erfahren. Er sagt uns auch, dass es am Donnerstag eine Feier hier geben wird.


    Wir gingen zusammen in die Mensa, die genau so viel kostet wie die Unimensa. Eine gute Alternative also, wenn man nicht so weit fahren will. :) Aliou zeigte uns den Computerraum (geöffnet nur abends), den Fitnessraum und den Gemeinschaftsraum, in dem die Party sein wird. Hier gibt es einen Krökeltisch (Kickertisch) – Babyfoot – und eine Tischtennisplatte.


    Tag der offenen Tür


    Nachmittags hatte ich einen Kurs am ICM – zumindest dachte ich das, bis ich dort angekommen bin. Er fand an der Stendhal statt, da diese aber den Tag der offenen Tür für Gymnasiasten hatte, sind die Kurse ausgefallen.


    Karaoke


    Jeden Dienstagabend organisiert Intègre einen Abend in einer Bar. Heute war es ein Karaokeabend – Stéphanie, Julia und ich wählten „Wannabe“ von den Spice Girls ;) - und danach gings im George V weiter...



    (P.S. Der Club war für den Abend von Intègre reserviert)


  • Der zweite Streik (30.01.2009 veröffentlicht in: La vie en France )
    Wie man bei der Jungen Welt und der taz nachlesen kann, waren Millionen bzw. Hunderttausende gestern im Streik.
    Auf französisch kann man es auch hier nachlesen. Die größte Demonstration seit 20 Jahren wurde von acht Gewerkschaftsverbänden organisiert.

    Laut Le Dauphiné haben in Grenoble 64.000 Gewerkschafter demonstriert und 34.000 Polizisten waren in Einsatz.
    Die Professoren, die Bahn, die Bibliotheken und alle, die einfach mitmachen wollten, haben demonstriert. Bei der Bahn hieß das, dass statt alle 5 Minuten bloß alle 10 Minuten eine fuhr.

    Als ich in die Innenstadt gefahren bin (per Rad), habe ich überall Polizeiwagen gesehen. Elena berichtete mir, dass sie in einem Buchladen war, als etwas gegen das Schaufenster knallte. Es war wohl ein Demonstrant, der von einem  Polizisten gegen das Fenster geworfen wurde. Ansonsten haben wir allerdings nicht so viel davon mitbekommen, da die Hauptdemonstration wohl am Bahnhof war.

    Nach dem wir in einem Café wieder diese leckere Schokolade mit Audrey getrunken haben, machten wir uns auf den Heimweg. Da Elena noch kein Fahrrad hatte, gingen wir zu Fuß und haben uns natürlich trotz Stadtplan verlaufen. Dabei kamen wir auch am Sitz von Le Dauphiné vorbei, einer Zeitung für Grenoble, bei der Farbbeutel und Plakate am Fenster klebten.



  • "Richtige" Uni (27.01.2009 veröffentlicht in: Université )

    26.01.09


    Méthodologie


    Heute sollte mein erster „echter“ Kurs stattfinden – Méthodologie findet an mehreren Tagen statt. Die Dozentin war sehr nett und meinte, eigentlich sei dieser Kurs nur für Studenten, die bereits im Semester davor dabei gewesen wären, aber es sei kein Problem. Ich wurde einer Französin namens Julie zugeteilt, die sehr nett war. Sie hatte eine Arbeit über eine Zeitschrift in Grenoble geschrieben und in diesem Kurs ging es darum, sie mit Powerpoint zu präsentieren. Etwas erstaunt war ich schon, denn hier ging es wirklich um Grundlagen in Powerpoint. Wir treffen uns Mittwoch zur Besprechung, denn die erste Präsentation ist nächste Woche.

     

    Mensakarte


    Mit der Bahn braucht man vom ICM bis zur Stendhal Uni eine dreiviertel Stunde, was meinem Entschluss nur bestärkte, mir endlich ein Fahrrad auszuleihen. Für die Mensabesuche lohnt sich eine Mensakarte – Carte Monéo -, für die man kein Foto aber den Studentenausweis braucht. Man kann sie leider nur mit mindestens 10 € aufladen.


    MétroVélo


    Auf dem Campus gibt es auch eine MétroVélo-Station, bei der ich mir ein Fahrrad ausgeliehen habe. Die Miete kostet 35 € für drei Monate und 50 € Pfand. Dafür sind die Reparaturen kostenlos. Da ich mich verfahren habe, habe ich für den ganzen Weg von Stendhal zum ICM wohl genauso lange gebraucht wie ich mit der Bahn gebraucht hätte.

     

    Marketing

     

    Der Kurs, den ich besucht habe, heißt Analyse de la conception du marketing, es geht also um Marketing. Der Kurs war allerdings auf einem Niveau, das mich sehr überrascht hat: Es wurden Texte ausgeteilt, die wir zuerst still lesen sollten, dann hat jemand den Text vorgelesen und er wurde zusammengefasst. Danach erzählte uns die Dozentin etwas über Marketing, allerdings ohne irgendwelche optische Hilfsmittel wie Powerpoint oder Folien. Deswegen war es eigentlich mehr eine Art Diktat, bei dem alle fleißig mitschrieben. Quellen oder verschiedene Theorien wurden kaum genannt, es war wirklich wie Frontalunterricht in der Schule. Ich weiß nicht, ob ich diesen Kurs beibehalten möchte. Es wäre sicherlich einfach, hier einen Schein zu machen.

     

     

    --> Übrigens: Rechts auf der Seite habe ich nun ein Fotoalbum mit einigen Bildern von der Umgebung eingestellt. Es ist wirklich schön hier. :)

  • Magnifique! (27.01.2009 veröffentlicht in: Freizeit in Grenoble )

    25.01.09


    Schwimmbad


    Stéphanie, Elena, eine Belgierin namens Charlotte und ich trafen uns am Schwimmbad, das direkt neben der Résidence ist. Es hatte leider nur noch anderthalb Stunden geöffnet, sodass wir nicht lange geblieben sind. Das Wetter war im Gegensatz zu gestern allerdings so bombig, dass wir beschlossen, auf die Bastille zu gehen und den Ausblick zu genießen.


    Bastille


    Mit Bus und Bahn kamen wir am Fuße des Berges an und damit begann ein anstrengender Aufstieg. Überall nur Treppen!


    Aber die Aussicht war wirklich schön. Als wir endlich oben ankamen, bemerkten wir die Seilbahn, die das Wahrzeichen von Grenoble darstellt (zumindest ist sie überall abgebildet). Sie war jedoch außer Betrieb, sodass wir sie zum Abstieg nicht benutzen konnten.


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